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Softwarestandards: Benutzerorientierte Funktionen
Formelprozessor

Bump Der Formelprozessor akzeptiert bei der Eingabe von Werten auch komplexere Angaben wie

(1758.30 - 25.50) * 1.2

und kann zur Kalkulation von Preisen oder zur Ermittlung von Lohndaten verwendet werden.
  • Taschenrechnerfunktion
  • Bei jeder Eingabe verfügbar
  • 15 Klammerebenen
  • Beliebige Berechnungen
  • Logische Vergleiche
  • Bedingte Anweisungen

In Auswertungen berechnet der Formelprozessor Informationen, die im eigentlichen Datenbestand des Systems gar nicht verfügbar sind, etwa eine Lohnliste, in der alle Werte um 2.5 % erhöht sind, um die Auswirkungen der nächsten KV-Erhöhung abzuschätzen.

Grundsätzliche Arbeitsweise

Generell kann man wie bei einem Taschenrechner Formeln eintippen, die vom System je nach Anwendung sofort oder später während einer bestimmten Verarbeitung ausgewertet werden und einen entsprechenden Wert liefern, der die ursprüngliche Eingabe ersetzt.

Funktionsübersicht

  • Grundrechnungsarten: +, -, *, /
  • Punktrechnung vor Strichrechnung
  • Rundung mit Standardrundungsoperator
  • 15 Klammerebenen
  • Anwendungsdaten als Variablen
  • Währungskennzeichen
  • Vergleichsfunktionen
  • Bedingte Anweisungen

Systembestandteile

Der Formelprozessor setzt sich aus einem Parser, einem Compiler, einem Interpreter und einem Editor zusammen.

Parser
Der Parser verarbeitet die eingegebenen Formeln und prüft sie auf syntaktische Richtigkeit.
Compiler

Der Compiler wandelt die vom Parser aufbereiteten Formeln in ein internes Format um, wobei die Anwendung zwischen zwei Formen wählen kann: In einer Form wird eine maximale Performance erreicht, während die zweite Form ein komprimiertes Ergebnis liefert, das weniger Speicherplatz belegt, aber etwas langsamer ausgewertet wird.

Interpreter
Der Interpreter verarbeitet die kompilierten Formeln und liefert das zugehörige Ergebnis.
Editor

Der Editor rekonstruiert aus den kompilierten Informationen die ursprünglich eingegebene Formel, damit die gespeicherten Anweisungen wieder auf dem Monitor dargestellt oder ausgedruckt werden können.

Performance

Die Performance des Formelprozessors ist bei Verwendung von nicht komprimierten Formeln so gut, dass sich auch bei 10 Millionen Schleifendurchläufen keine signifikanten Unterschiede zur Verarbeitung direkt programmierter Formeln gezeigt haben. Bei komprimierten Formeln muss jeder Wert vor seiner Verwendung erst entpackt werden, was die Verarbeitungszeiten für eine Formel im Vergleich zur direkten Programmierung etwa um 170 % erhöht.

Anwendungsformen

Die Berechnungsfunktionen des Formelprozessors werden auf drei verschiedene Arten verwendet:

Eingabe von Beträgen
Die Funktionen unterstützen den Benutzer bei der Eingabe von Beträgen  und sollen einen Taschenrechner ersetzen. Eingaben wie im obigen Beispiel werden sofort ausgewertet, wobei das Ergebnis so verwendet wird, als ob es direkt eingetippt worden wäre. MathEs ist also für das Programm gleichgültig, ob man 6*3 oder 18 eingibt. In beiden Fällen arbeitet das Programm mit dem Wert 18. Nach Auswertung der Eingabe wird der ermittelte Wert in das Eingabefeld übernommen, weshalb man hier nur noch das Ergebnis sieht und die eingetippte Formel verschwunden ist.
Speicherung für spätere Verwendung

Die zweite Form der Anwendung besteht darin, dass das Programm die Eingabe nicht sofort auswertet, sondern sich die eingetippte Formel für eine spätere Verwendung merkt. Damit kann man beispielsweise in der Warenkalkulation oder im Lohnsystem Berechnungsvorschriften festlegen, die bei Bedarf immer wieder verwendet werden und je nach den Ausgangsdaten unterschiedliche Ergebnisse liefern. Im Gegensatz zur Betragseingabe wird hier nur die Formel gespeichert, weshalb man bei der Eingabe das Ergebnis noch nicht sehen kann, sondern erst später bei der Ausführung jener Verarbeitungen, welche die eingegebene Formel anwenden.

Anwendung in Auswertungen
Bei der dritten Form werden in Listenauswertungen zusätzliche Ausgabespalten eingefügt, in welche Werte eingetragen werden, die aus den Werten der übrigen Spalten gemäß den beim Programmaufruf angegebenen Formeln berechnet werden.

Variable Werte

Die zweite und dritte Anwendungsform hat nur dann einen Sinn, wenn variable Werte verwendet werden können, die bei der Eingabe noch gar nicht bekannt sind und sich bei jeder Anwendung der Formel ändern können, zum Beispiel "Einkaufspreis des Artikels" oder "Betrag der Lohnart". Außerdem müssen logische Entscheidungen möglich sein, etwa "wenn der Betrag der Lohnart 220 größer ist als jener der Lohnart 230, dann wird die Differenz dieser beiden Lohnarten und andernfalls Null verwendet".

Details zum Formelprozessor

Detailliertere Informationen zum Formelprozessor finden Sie auf den folgenden Webseiten:

Allgemeine Rechenfunktionen Allgemeine Rechenfunktionen

Klammerausdrücke Klammerausdrücke

Variable Werte Variable Werte

Steuerung der Verarbeitung, Vergleiche und bedingte Anweisungen Steuerung der Verarbeitung

Rundung Rundung

Formeln in Anwendungssystemen Formeln in Anwendungssystemen

Softwareentwicklung

Anwender mit eigener Softwareentwicklung können den Formelprozessor über Bibliotheksfunktionen mit gewöhnlichen Funktionsaufrufen in C beliebig in eigene Anwendungen integrieren.

Zusätzliche Bibliotheksfunktionen stehen für die Standardoperationen zum Speichern und Lesen von Formeln in den Stammdaten der Dialog Data Anwendungssysteme sowie für die Verarbeitung der Kurskennzeichen zur Verfügung.

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